Training, Coaching, Beratung | 12.05.2021

Wie sich Ausbildungsverantwortliche repräsentieren sollten

Von Claudia Schmitz

Sie halten sich als Ausbildungsleiter*in gerne im Hintergrund? GABAL Autorin Claudia Schmitz verrät, warum Sie das unbedingt ändern sollten.

Ausbildungssuche

Wer sich einen Eindruck von einem Ausbildungsbetrieb machen möchte, dem fällt häufig auf, dass die Ausbildungsverantwortlichen nur selten auf der Karriere-Seite oder in der Google-Suche in Erscheinung treten. Selbst wenn Fotos der entsprechenden Personen zu finden sind, lässt die Qualität oft zu wünschen übrig. Die Bilder sind meist lächelfrei und erinnern in ihrer unzureichenden Auflösung an das Jahr 1995.

In Zeiten des Fachkräftemangels und des gestiegenen Wettbewerbs um den Nachwuchs sollte das nicht mehr so sein. Schließlich ist der/die Ausbildungsleiter*in das Aushängeschild des Unternehmens bzw. der Institution für das Thema Berufsausbildung. Ausbildungsverantwortliche repräsentieren die Werte der Ausbildung. Sie tragen damit auch zum Image des Unternehmens als Arbeitgebende bei. Zusätzlich bringt eine Repräsentationsrolle nach außen auch immer die Möglichkeit des Austausches mit sich, der für die eigene Arbeit immer wichtiger wird. Persönlich unterstützt es auch das Netzwerk für zukünftige Bewerbungen auf andere Stellen, Bereiche und auch außerhalb des Unternehmens.

Dazu gehört einmal die bereits erwähnte Repräsentation des Ausbildungsbetriebes nach außen über Internet- und Social-Media-Auftritt, aber auch das Verhalten und Auftreten auf Jobmessen, Vorträgen und in Interviews. Die Repräsentanz des Ausbildungsbereiches nach innen ist eine ebenso wichtige Aufgabe, um die Werte und den Stellenwert der Ausbildung auch innerhalb der Firma zu verkörpern.

Durch regelmäßigen Austausch auf Netzwerktreffen in der Branche oder mit anderen Ausbildungsverantwortlichen wird das Profil geschärft und das Image des Ausbildungsbetriebes gehoben.

Ein ebenso wichtiger Bestandteil des Repräsentierens als Ausbildungsverantwortliche*r sind Publikationen, Interviews und Pressebeiträge über interessante Ausbildungskonzepte und Beispiele von guter Ausbildung.

Ein Beispiel einer Ausbildungsverantwortlichen aus Süddeutschland zeigte, dass sich 50 Prozent der Bewerber nicht aufgrund von Marketingaktivitäten bewarben, sondern aufgrund des guten Rufes der Ausbildungsverantwortlichen für richtig gute Ausbildung in der Region.

Damit erschließt sich auch, dass diese Aktivitäten und insbesondere Ausbildungsleiter*innen googlebar sein müssen.

3 Tipps für Ausbildungsverantwortliche

Haben Sie das Gefühl, dass es sinnvoll sein könnte sich nach außen und innen stärker zu positionieren? Dann werden Ihnen meine folgenden Tipps helfen:

  1. Legen Sie sich ein LinkedIn -bzw. ein Xing-Profil an und pflegen Sie dieses. Tauschen Sie sich dort mit anderen über Ihre eigene Region hinweg regelmäßig aus und teilen Sie Ihre Fragen und Ideen für Herausforderungen in der Berufsausbildung. (Interessant sind dann für Sie auch die beiden Ausbildungsgruppen in den genannten Netzwerken, wo Sie andere Ausbildungsverantwortliche treffen können. Gruppen “Für richtig gute Ausbildung” bei LinkedIn und XING.
  2. Austausch, Austausch, Austausch. Seien Sie präsent auf digitalen und relevanten Plattformen. Nach dem Motto „Geben und Nehmen“ beginnen Sie mit “Geben”, um dann rückwirkend auch Impulse für sich mitzunehmen.
  3. Tun Sie Gutes und erzählen Sie es. Viele Ausbildungsbetriebe machen bereits eine tolle Ausbildung, aber es weiß einfach keiner.

Über den Autor

Claudia Schmitz, Dipl.-Pädagogin, besetzt in der Ausbildungsszene die Themen Generation Z, Digitalisierung in der Ausbildung und neue, moderne Ausbildungsmethoden. Ihre Ausbildungsagentur Intercommotion fokussiert sich ausschließlich auf das Thema Berufsausbildung. Mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen bei richtig guter Ausbildung und gestaltet gemeinsam mit ihnen eine zukunftsfähige (digitale) Ausbildung.
Bis heute unterstützte Intercommotion mehr als 360 zufriedene Kunden erfolgreich bei der Verbesserung ihrer betrieblichen Ausbildung. Auszubildende lernen in Trainings den Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen und Kunden. Ausbilder und Ausbildungsbeauftrage werden zum „Digitalen Ausbilder“ sowohl offline als auch online entwickelt und optimieren ihre Fähigkeiten, moderne Inhalte interessant und nachhaltig zu vermitteln. Zudem werden Ausbildungsleiter bei der strategischen Umsetzung von Digitalisierung, Azubi-Marketing, -Recruiting und -Bindung sowie bei der Verbesserung von Ausbildungsprozessen begleitet. Sie ist mehrfache Buchautorin, gefragte Speakerin und publiziert in ihrem erfolgreichen Podcast „Ausbildung 4.0“ regelmäßig aktuelle Inhalte rund um die Ausbildung. Als Vermittler zwischen den Generationen ist es ihr wichtig, allen Beteiligten in der Ausbildung die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen und konkrete, umsetzbare Maßnahmen aufzuzeigen.
Claudia Schmitz unterstützt Ausbildungsbetriebe durch ihre junge, unkonventionell erfrischende Art, das etwas „verstaubte“ Ausbildungsthema zu betrachten. Sie engagiert sich als Jugendschöffe am Landgericht Köln. Als „Mädsche“ aus dem Rheinland lebt sie in ihrer Wahlheimat Köln und liebt natürlich den Kölner Karneval.