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„Bin ich eine gute Mutter?“ Eine Frage, die wahrscheinlich jede Frau umtreibt, die Kinder hat. Ganz besonders dann, wenn sie berufstätig ist. In dieser Folge gehen wir der Frage nach, warum die Autorin und Journalistin Anna Clauß sich zerrissen fühlt zwischen ihrer Liebe zu ihrem Beruf und der Liebe zu ihrem Sohn. Und der Frage, warum ihr Mann zwar gerne einen großen Teil der Sorgearbeit übernimmt – aber dennoch auf keinen Fall „nur” als Hausmann rüberkommen möchte.
Die Journalistin Silvia Feist und Spiegel-Kolumnistin Anna Clauß diskutieren, warum Mütter für ihre beruflichen Ambitionen als „Ego-Mütter“ etikettiert werden, während Väter für die gleichen Entscheidungen Applaus bekommen. Die Autorin des Buches “Mein Mann ist die bessere Mutter” teilt offen ihre Selbstzweifel, ihre Erfahrungen in einem gleichberechtigten Familienmodell – und warum sie manchmal lieber Vater als Mutter wäre.
[00:00:00] Anna Clauß Das ist leider häufig noch so, dass von uns Frauen gesagt wird, du kannst doch nicht alles haben. Wieso kriegst du ein Kind, wenn du in so einer verantwortungsvollen Position bist? Man muss sich eben entscheiden, aber Männer können wundersamerweise alles haben! Ich hoffe, dass wir alle dafür arbeiten können, dass es irgendwann doch so ist, dass Frauen, wenn sie wollen, alles haben können.
[00:00:35] Kristina Appel Willkommen beim HerCareer Podcast. Du interessierst dich für aktuelle Diskurse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft und das insbesondere aus einer weiblichen Perspektive? Vielleicht wünschst du dir persönliche Einblicke in den Arbeitsalltag von Menschen und Unternehmen, die sich dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel stellen? Dann bist du hier genau richtig. Bin ich eine gute Mutter? Eine Frage, die wahrscheinlich jede Frau umtreibt, die Kinder hat. Ganz besonders dann, wenn sie berufstätig ist. Warum die Autorin und Journalistin Anna Clauß sich zerrissen fühlt zwischen ihrer Liebe zu ihrem Beruf und der Liebe zu ihrem Sohn, und warum ihr Mann zwar gerne einen großen Teil der Sorgearbeit übernimmt, aber dennoch auf keinen Fall wie ein Hausmann rüber kommen möchte, das erzählt sie in dieser Folge. Diese Live-Aufnahme von der HerCareer ist eine ehrliche, sehr emotionale, aber auch humorvolle Auseinandersetzung mit Rollenbildern und Elternschaft.
[00:01:36] Silvia Feist Schönen guten Morgen zusammen. Wir freuen uns sehr. Ich sitze hier mit Anna Clauß, die ist Journalistin, wie ich auch. Ich bin Silvia Feist. Sie leitet das Ressort Meinung und Debatte beim Spiegel, hat aber vorher die Deutsche Journalistenschule besucht, war bei der Süddeutschen, beim Bayerischen Rundfunk. Aus deiner Elternkolumne, die du für den „Spiegel“ schreibst, ist ein Buch entstanden, das ihr hier sehen könnt, das ein ungewöhnliches Bekenntnis zum Titel hat. Du sagst nämlich: „Mein Mann ist die bessere Mutter.“ Und der Untertitel fängt dann gleich noch zwei Sachen ein, nämlich deine Zerrissenheit und deine Selbstzweifel und, ich finde, auch deinen Humor. Denn der Untertitel lautet: „Wie ich Wunschfamilie und Traumberuf vereinbare.“ Das Hurra füge ich jetzt mal ein. Herzlich willkommen, Anna.
[00:02:28] Anna Clauß Vielen Dank. Ich freue mich so, dass wir miteinander sprechen heute.
[00:02:32] Silvia Feist Anna, die Sorge, bin ich eine gute Mutter, treibt ja fast jede Frau um die Kinder hat. Diese Sorge ist ganz besonders da, wenn sie arbeitet, und ich habe mich gefragt, kratzt der Titel an der Mutterehre, wenn du jetzt sagst, mein Mann kann das auch, sogar besser als ich.
[00:02:49] Anna Clauß Schon ein bisschen. Wobei ich sagen muss, dass ich natürlich zuerst mich fragen musste: Möchte ich so einen Titel machen? Kann ich so einen Titel machen? Aber ich musste natürlich auch meinen Mann fragen, wie geht es dir damit, wenn ich diesen Buchtitel wähle? Und dann hat er nicht gesagt, wow, was für eine Ehre, natürlich, wieso fragst du? Sondern er hat erst mal geschluckt und gesagt, okay. Ist in Ordnung, aber nur wenn du irgendwo reinschreibst, dass ich Geschäftsführer einer eigenen App-Agentur bin. Seine Angst war, dass er als Hausmann rüberkommt und das wollte er nicht. Und das sagt eben auch schon wieder irgendwie viel über die Gesellschaft, über das System, in dem wir leben und arbeiten und versuchen Familie und Beruf zu verantworten. Ja, wir Frauen, es bleibt halt häufig an uns hängen und ein Mann, der sich quasi nur um die Familie kümmert, sorgt sich offenbar schon um sein Image.
[00:03:53] Silvia Feist Du hast aber dazu auch noch festgestellt, dass du ja eigentlich den Titel auch entlastend für andere Mütter gemeint hast, und dann aber doch festgestellt hast, dass er provoziert. Was war deine Erfahrung damit?
[00:04:06] Anna Clauß Mich hat überrascht, dass er bei vielen Frauen auch offenbar Abwehr auslöst. Ich war immer mal wieder jetzt auf Lesungen in so kleinen Bibliotheken und Büchereien und da lag dann das Buch zum Teil direkt neben der Kasse, kurz bevor ich dann die Lesung hatte. Und da erzählte mir dann eine Buchhändlerin, das hätte total viele Abwehrreaktionen provoziert, dieser Titel, weil viele Besucherinnen dieser Buchhandlung gesagt hätten, na ja, da war ein Glück, oder? So einen Mann kenne ich nicht. Und dann dachte ich, so war das gar nicht gemeint, ich wollte das gar nicht. Ich wollte damit gar nicht angeben, sondern ich wollte es, wie du schon sagst, als Entlastungsangebot darstellen. Also warum muss ich als Mutter immer alles wuppen? Ist es nicht super, wenn man die Väter ranlässt oder wenn man das Glück hat, so wie ich, einen Mann zu haben, der sich kümmern will und kümmern kann? Das ist noch nicht immer unser Thema. Das war auch Thema der Männer und dann lass ihn doch das machen. Sei doch froh, dass du so einen Mann hast und nicht alles selber machen musst.
[00:05:12] Silvia Feist Ihr teilt euch die Familienarbeit ziemlich 50:50, wenn ich es richtig verstanden habe. Und während dein Mann sehr viel Zuspruch dafür bekommt, musstest du dir mal das, ich nenne es mal vergiftete Kompliment anhören, „total bewundernswert, was du als Ego-Mutter da vor hast“. So, was ging dir da durch den Kopf?
[00:05:34] Anna Clauß Ich kannte das Wort „Ego-Mutter“ nicht. Ich hatte das noch nie gehört und lachte dann erst mal, als mir die Bekannte das auf einer Sommerparty so entgegen sagte, nachdem ich ihr erzählt hatte, ich breche jetzt bald nach Amerika auf für ein Stipendium und der Mann bleibt mit dem damals dreijährigen Sohn sechs Wochen allein zu Hause. Und dann kommen sie irgendwann nach, aber die sind jetzt sechs Wochen alleine zu Hause und ich bin sechs Wochen in Amerika. Und da sagte die Frau mir: total bewundernswert, was du als Ego-Mutter so machst. Und erst so am nächsten Morgen mit dem Kater merkte ich dann, ach so, Ego-Mutter, das ist jetzt das neue Wort für Rabenmutter. Hatte sie das vielleicht gar nicht so positiv und bewunderenswert gemeint? Weil Ego-Mutter klingt doch eigentlich nach so einem Vorwurf, du stellst jetzt also das Ego über das Wohl deiner Familie. So habe ich es dann wahrgenommen, aber erst im Nachhinein.
[00:06:31] Silvia Feist Ja, und Rabenmutter traut man sich ja heute kaum noch zu sagen. Ego-Vater kann man sich fast noch weniger vorstellen wie den Rabenvater, weil das Ego der Väter ja irgendwie selbstverständlich ist, ne?
[00:06:44] Anna Clauß Dafür gibt es umgekehrt auch den Begriff des Familienvaters. Die „Familienmutter“ gibt es so auch nicht in der Literatur oder im Journalismus.
[00:06:53] Silvia Feist Du sprichst im Buch auch sehr offen über deine Selbstzweifel, mit denen ja viele Mütter kämpfen. Womit haderst du besonders?
[00:07:03] Anna Clauß Zeitmangel. Ich habe immer das Gefühl, ich habe nicht genug Zeit für meinen Sohn. Auch für mich selbst und auch für meinen Mann nicht. Aber damit würde ich, glaube ich, besser klarkommen, als mit der Tatsache, dass ich das Gefühl habe, ich verpasse weite Strecken der Kindheit meines Sohnes durch die Tatsachen, dass sich berufstätig bin, voll berufstätig bin und zum Beispiel Bücher schreibe in meinem Urlaub. Dieses Buch ist ganz konkret über den Zeitraum von einem Jahr entstanden, und immer wenn wir Urlaub hatten, habe ich mich ungefähr drei Stunden am Tag zurückgezogen und daran gearbeitet. Das sind natürlich eigentlich auch drei Stunden, die man gerne mit dem Sohn am Pool oder am Strand oder sonst wo verbringen möchte und das aber nicht tut. Und diese Selbstzweifel finde ich ultra belastend und ultra nagend an meinem Ego, vor allem auch, weil mein Sohn mir das zum Teil vorwirft und sagt, Mama, jetzt bist du schon wieder nicht da. Oder gestern Abend war ich hier bei der HerCareer, bei dem Abendessen, bei dem gemeinsamen, dann kommt um 20 Uhr die SMS von meinem Sohn, Mama wann kommst du? Und ich freue mich natürlich total, dass er danach fragt, aber ich muss dann sagen, ja ich komme, wenn du schon schläfst. Und dann kam auch nichts mehr zurück. Und er wirft mir das wirklich, wenn ich dann nächste Woche wieder nach Hamburg muss für zwei Tage, heißt das, na, schon wieder musst du weg. Und das ist so, das ist fast nicht auszuhalten. Und ich wundere mich, mein Mann muss auch häufig weg, nach Freiburg für drei Tage, und mein Sohn sagt das ihm gegenüber nicht so. Man kann das positiv sehen und sagen, okay, er hängt vielleicht mehr an mir, aber es ist eben auch die Erwartungshaltung, dass die Mutter irgendwie da zu sein hat und das führt bei mir zu großen Nöten.
[00:09:04] Silvia Feist Ja, ich kann mir vorstellen, dass viele sagen, ja klar, ein Kind braucht eben die Mutter.
[00:09:10] Anna Clauß Ich denke das auch und eben mein Sohn offenbar auch und ich wundere mich, woher das kommt, weil ich es ihm ja nicht vorgelebt habe. Und ich wehre mich eben immer gegen so biologistische Erklärungen wie, naja, was wunderst du dich, die Nabelschnur und ihr wart doch neun Monate lang ein Wesen und das liegt dann daran und das ist einfach die weibliche Natur und die kindliche Natur, die gehören einfach zusammen und da wehre ich mich immer dagegen. Das ist nicht so, es gibt ja auch Studien, die sagen, das liegt einfach daran, wer als Bezugsperson da ist, der dann wichtig ist für das Kind, aber in so Momenten komme ich dann immer doch kurz ins Zweifeln, weil ich einfach nicht weiß, woher das kommt.
[00:09:52] Silvia Feist Du schreibst im Buch den Satz „Manchmal wäre ich gerne Vater“, was wäre denn dann anders?
[00:09:58] Anna Clauß Ja, wenn ich 50 Prozent meiner Zeit für die Familie einplane, hergebe, opfere, was auch immer, dann wäre ich als Vater der Held. Und als Mutter bin ich eben die Ego-Mutter. Diesen Unterschied finde ich ungerecht, natürlich, und ich finde das auch wirklich, weiß nicht, ob man das so sagen darf, aber ich finde es auf eine Art so ungerecht, dass das Kinderkriegen nun mal wirklich biologisch bei uns Frauen hängt. Das kann man tatsächlich nicht ändern. Das sind die neun Monate. Ich hatte Glück, ich hatte eine problemlose Schwangerschaft, aber andere Frauen sind quasi neun Monate lang nicht arbeitsfähig und danach hat man wirklich so eine Art Nahtoderfahrung. Ich habe irgendwo gelesen, die Geburt ist sozusagen das schmerzhafteste Ereignis, was man als Mensch aushalten kann, direkt danach kommt, bei lebendigem Leib zu verbrennen. Das Zweite habe ich noch nicht ausprobiert, aber das Erste war schon recht schrecklich. Und gut, da kann einem eben niemand von, wenn man Kindern möchte und das Glück hat, welche zu bekommen, dann muss man da durch. Und natürlich prägt das. Ich würde das aber gerne abgeben. Ich hätte mich gerne mit meinem Partner vorher verständigt und gesagt, wer nimmt das auf sich? Wir wollen Kinder, wer übernimmt die Geburt? Und dann würfeln wir oder so. Oder man bespricht sich und das finde ich einfach auch deswegen. Ich wäre einfach gern Vater statt Mutter.
[00:11:33] Silvia Feist Ich finde es einen total krassen Befund und ich höre das gerade zum ersten Mal, also dass das… Ich bin nur Bonusmutter, also ich habe keine Kinder selbst geboren und habe diesen Schmerz halt nicht erlebt. Das finde ich unglaublich und so mit dem, was gerade so an Bewusstsein für Frauenmedizin passiert, es wird ja so trivialisiert, weil es acht Milliarden Menschen auf der Welt gibt, die Frauen zur Welt gebracht haben, und wenn dieser Schmerz so riesig ist, ist das ja eigentlich eine unglaubliche Dimension.
[00:12:08] Anna Clauß Total. Also ich habe mal recherchiert für eine Geschichte im Spiegel, das ist schon sechs Jahre her, über so eine Bewegung, die propagiert, dass das natürlich alles auch ganz schmerzlos geht, dass man sich da einfach falsch darauf vorbereitet als Frau und dass man verkrampft und den Fehler macht, überhaupt ins Krankenhaus zu gehen und so weiter und so fort. Wenn man meditiert und richtig atmet und so, dann kann man auch sogenannte Selbstgeburten machen. Das war dann eine Frau, die die in den Schweizer Bergen wirklich fernab von der Zivilisation, aber natürlich sehr schön unterm Sternenhimmel auf irgendeinem Berg sechs Kinder zur Welt gebracht hat, die auch alle wunderbar entwickelt sind und gesund sind. Und da war ich schwer im Zwiespalt, weil das natürlich in der Welt dieser Frau richtig ist und funktioniert hat. Aber ich fand das trotzdem extrem, extrem gefährlich. Propagieren, dass sowas möglich ist, dass es quasi wieder an der Frau selber liegt, dass sie sich eben nicht richtig darauf vorbereitet. Ich gehe lieber vom Worst Case aus und bin deshalb auch so offen, dass ich sage, es tut wahnsinnig weh und es ist kein Spaß um die Geburt.
[00:13:19] Silvia Feist Wir können jetzt hier komplett abbiegen, glaube ich, in so eine Tradwife-Diskussion und das ist alles super spannend. Also es gibt ohne Ende Themen. Was auch gut dokumentiert ist und wo du am Anfang selber auch ein kleines bisschen gemerkt hast, ist, man weiß, dass Paare, selbst wenn sie sehr aufgeklärt sind und alles anders machen wollen, ganz oft nach der Geburt vor allem des ersten Kindes in traditionelle Rollenbilder rutschen. Woran liegt das?
[00:13:47] Anna Clauß Das habe ich mir erst auch nicht erklären können. Ich habe das nur bemerkt in meinem Freundeskreis, der so akademisch, großstädtisch in München geprägt ist und man ja bis zur Geburt des ersten Kindes, so ging es mir jedenfalls, meint, wir sind doch alle längst gleichberechtigt. Die Frauen machen in der Regel die besseren Schulabschlüsse, die besseren Uniabschlüsse. Ich habe Kulturwirtschaft in Passau studiert, das ist vielleicht eh ein Frauenfach. Da gab es immer einen Frauenüberschuss. Es waren immer total ehrgeizige Frauen überall. Man hatte nie das Gefühl, man ist auch immer gefördert worden. Kein Universitätsprofessor hat je gesagt, nein, die Doktorandenstelle, die gebe ich an einen Mann. Ihr Frauen, ihr könnt es doch gar nicht, ihr kriegt doch bestimmt bald Kinder. Das gab es nie. Ich habe mich perfekt gleichberechtigt gefühlt. Bis zu dem Moment, wo ich mit ungefähr 30 ein Kind gekriegt habe, viele aus dem Freundeskreis auch, und plötzlich war ich die Einzige, die nach acht Monaten wieder arbeiten gegangen ist, die Infrastruktur häufig nicht da ist in so einer Stadt wie München. Es gibt keine Betreuungsplätze, so wie man sich das wünscht. Die Kita ist am anderen Ende der Stadt, wie auch bei uns. Und dann kommt man ins Grübeln und denkt sich, naja, ich kann doch jetzt meine Beine, das Kind nicht in die Kita am anderen End der Stadt geben. Und dann guckt man hoch. Man selbst, der Arbeitgeber vermisst dann plötzlich den Mann. Und die Frau wird gar nicht so, spürt offenbar gar nicht so den Druck. Die ganzen anderen Frauen und Freundinnen sind ja auch noch zu Hause. Dann ist es ja oft so, dass der Mann ja in vielen Paaren oder die Partnerin oder so ein bisschen älter ist, dann quasi so einen Karrierevorsprung, einen Gehaltsvorspruch hat, dann heißt es plötzlich, naja, gut, dann lieber dein Gehalt, dann gehst du wieder arbeiten. Und dann kommt plötzlich das Steuerrecht, kickt rein und sagt, ach so, ja warte, wenn einer voll arbeitet, der andere gar nicht arbeitet, dann ist das ja so, wie wenn wir beide 60 Prozent arbeiten würden, das lohnt sich ja gar nicht. Und dann kickt plötzlich alles so rein. Und im Ergebnis wollen 80 Prozent der Paare sich gleichberechtigt aufteilen und die Kinder. Schaffen tun es dann ungefähr 15 Prozent.
[00:15:49] Silvia Feist Es ist ja nicht so, dass wir irgendeiner Frau irgendwas vorschreiben wollen oder auch irgendeinem Paar. Aber ich hab immer das Gefühl, das wirkt so persönlich, so frei gewählt, so individuell. Wir haben halt rausgefunden, das ist jetzt für uns das Beste. Unterschätzen wir die Macht des Systemischen?
[00:16:09] Anna Clauß Das sind ja nicht nur die internalisierten Rollenbilder, die offenbar schon die Kinder durch „Bobo Siebenschläfer“ mitbekommen oder „Conny“, sondern eben auch den Kitaplatz, den es nicht gibt oder auch die Karriereoptionen, die dann eben doch nur passieren, wenn man Vollzeit da ist und die dann so zwischen 30 und 40 mehrheitlich den Männern angeboten werden, weil die Frauen irgendwie, wenn sie überhaupt arbeiten, eher so Teilzeit arbeiten. Und es gibt wenig Jobmodelle, die wirklich, zum Beispiel eine Führungsposition, die man dann mit drei Teilzeit arbeitenden Frauen besetzt. Das gibt es. Sicher auch hier auf der Messe gibt es Unternehmen, die das machen, aber es ist immer noch eher die Ausnahme. Und dann gibt es das Steuerrecht, das immer noch aus den 50er Jahren ist oder aus den 60er Jahren. Und es gibt noch nicht einmal ein Familiensplitting, sondern ein Ehegattenspliting. Ich weiß gar nicht, wie es Regenbogenfamilien geht, also wir sind ja sogar noch die klassische Mann-Frau-Kind-Konstellation und mit Bonuseltern und Bonusmuttern ist es ja noch viel, viel schwieriger, steuerlich Vorteile zu haben, also da ist einfach so viel Verkrustung und alte Strukturen da, und gestern war auch Ulrike Scharf da, die Familienministerin Bayerns. Die hat mir erzählt, dass sie jetzt in der CSU eine Frauenquote anstreben und dann habe ich ihr gesagt, ja, okay, anstreben kann man vieles. Wann kommt denn das? Da müssen wir jetzt noch den Parteitag, da müssen wir so, also kurzum: frühestens in einem Jahr. In Klammern, wenn überhaupt. Aber ich finde es gut, dass sie es zumindest angeht, dass es zumindest versucht wird, aber das ist die Realität. Von der Frauenquote in Führungspositionen sind wir noch weit entfernt. Und dann hatten wir gerade letztes Jahr wieder dieses Bild. Juhu, wir sind bereit für den Regierungswechsel. Da saßen sechs Männer am Tisch. Und die wichtigsten Ministerien sind auch alle von Männern besetzt. Die Vizekanzlerpositionen, alles Männer. Und da hilft es auch wenig, wenn Parität im Kabinett herrscht insgesamt. Wenn man sozusagen die Familienministerin auch noch mit rein zählt und die Bauministerin Hubertz. Und die ist jetzt schwanger. Und was für eine Riesenaufregung das schon wieder verursacht. Wow, eine Bundesministerin, schwanger im Amt. Und das hat sie gepostet. Kurz darauf hat sie öffentlich gemacht, dass sie lauter Hasspostings bekommen hat von Leuten, die sagen, wieso kriegst du ein Kind, wenn du in so einer verantwortungsvollen Position bist. Man muss sich eben entscheiden. Und das ist genau der Punkt. Das ist leider häufig noch so, dass von uns Frauen gesagt wird, du kannst doch nicht alles haben. Aber Männer können wundersamerweise alles haben und das ärgert mich so und ich hoffe, dass wir alle in unserem Beritt dafür arbeiten können, dass es irgendwann doch so ist, dass Frauen, wenn sie wollen, alles haben können.
[00:19:15] Silvia Feist Was müsste denn passieren, dass man Care-Arbeit wirklich gleichberechtigt aufteilen kann?
[00:19:21] Anna Clauß Zeitmangel ist ja das große Problem, das ich so wahrnehme in unserem Alltag, und was glaube ich wahnsinnig helfen würde, wäre eine Viertagewoche. Da heißt es dann immer: Na, das ist utopisch und dann sehe ich wieder die ganzen Friedrich Merzens, die sagen, Wirtschaftskrise, wir müssen alle mehr leisten, wir müssen alle arbeiten und da denkt der Care-Arbeit gar nicht mit, kommt in seiner Welt gar nicht vor, habe ich so den Eindruck. Und bei den anderen „Wir machen jetzt den Regierungswechsel“-Männern auf den Fotos auch nicht. Es geht aber nicht, wenn die immer nur alle an die Erwerbsarbeit denken. Es muss auch jemand Care-Arbeit machen. Das ist auch toll, aber es ist irgendwie nicht vorgesehen in der ganzen Gesellschaft, in der Arbeit nicht, dass irgendwer Care-Arbeit macht. Das machen die Omas, das machen die Frauen so nebenbei. Aber es ist eine Aufgabe für alle und wenn man als Paar die Möglichkeit hätte, irgendwie vom Staat oder vom Unternehmen bezuschusst zu werden, wenn beide, Mann und Frau oder zwei Männer oder zwei Frauen, wer eben gemeinsam ein Kind erzieht, wenn beide vier Tage die Woche arbeiten könnten, da wäre schon so viel gewonnen. Natürlich mit dem Gehalt für fünf, ja, es kann sich ja jeder frei einteilen, aber die Idealvorstellung, die Jutta Almendinger auch immer propagiert, von der 35-Stunden-Woche, wenn man da gesetzlich Stellschrauben machen könnte, das wäre schon super.
[00:20:48] Silvia Feist Systemisch sind wir da ja noch nicht, haben wir festgestellt, aber ihr löst da dann bestimmte Dinge im Privaten, indem ihr euch als Paar dann diese Familienarbeit doch teilt und du räumst im Buch ganz klar ein, dass man ja hoffen könnte, der Mental-Load halbiert sich, aber das ist leider nicht der Fall. Warum lohnt es sich trotzdem?
[00:21:10] Anna Clauß Es lohnt sich immer, Dinge auszuhandeln, einfach weil am Ende beide glücklicher sind. Aber das drüber Sprechen und das Aushandeln ist ja mitunter ein steiniger Weg. Und ich denke mir manchmal, wenn man klar die Rollen aufgeteilt hat, du kümmerst dich um Familie, Arztbesuche, die Farbe der Vorhänge, die neue Farbe im Kinderzimmer, die Termine bei der Lehrerin, dann ist es immer noch genug zu tun, aber man spart sich die Hälfte der Zeit, wenn man nicht alles mit seinem Partner oder seiner Partnerin absprechen muss. Kannst du, kann ich, nee, ich kann nicht, ja, aber ich habe schon letztes Mal, es ist schon sehr nervig, dieses Aufrechnen und ich weiß, es gibt Apps, es gibt Kalender, es gibt sicher hier auf der Messe auch ganz viele Angebote, wie man das spielerisch lösen kann, sodass es nicht wie so ein Aushandeln immer ist, das Energie kostet, sondern etwas ist, was Spaß macht. Es ist aber leider nicht immer spaßig. Und natürlich würde ich mir manchmal eben dann doch wünschen, ich hätte einen Mann, der mir den Rücken frei hält, so wie viele Männer eben eine Frau haben, die ihnen den Rücken freihält.
[00:22:23] Silvia Feist Also du wärst nicht nur gerne Vater, du wärs auch gerne Ehemann.
[00:22:26] Anna Clauß Manchmal. Mir macht es ja auch Spaß, das ist ja das Fiese, auch an dieser Tradwife-Bewegung, mir macht es wahnsinnig Spaß zu kochen, ich suche wahnsinnig gerne die Farbe der Wand oder der Gardinen raus, ich mach das total gerne und mein Mann macht es auch total gerne. Da muss man sich halt absprechen.
[00:22:48] Silvia Feist Du hast dir noch für was ganz anderes Zeit genommen. Du hast einen Frauenstammtisch ins Leben gerufen. Und da könnte man ja auch sagen: Ach, bleib mir weg. Ich bin froh, wenn ich mal einen Abend für mich habe. Du bist in der Politik abends viel unterwegs. Warum ist dieser Frauenstammtisch trotzdem eine sinnvolle Sache für dich und die Frauen, mit denen du da bist?
[00:23:10] Anna Clauß Das war eine Freundin von mir, die Hannah, die diesen Frauenstammtisch ins Leben gerufen hat. Die Lorbeeren kann ich mir jetzt nicht selber auf den Kopf setzen, aber ich bin total froh, dass sie das gemacht hat und dass sie einfach, weil sie in der Kita und in der Schule, die hat drei Kinder, die hat so viele Menschen und Frauen kennengelernt und bringt die einmal im Monat an den Tisch. Wir verabreden uns jedes Mal woanders. Es sind jedes Mal ein bisschen andere Frauen dabei und ja, wie gesagt, ich habe ja gar nichts gegen Männer und ich finde Männer großartig. Es ist doch was anderes, wenn man nur mit Frauen an einem Tisch sitzt und sich austauscht. Und es gibt keine Agenda, aber allein dieser Austausch und auch dieser fixe Termin, dass man mal wieder rauskommt, tut mir wahnsinnig gut.
[00:24:03] Silvia Feist Welche Rolle spielt dabei, festzustellen, dass du mit diesen Fragen nicht alleine bist?
[00:24:11] Anna Clauß Das ist total wichtig.
[00:24:13] Silvia Feist Weil man so schnell sonst in den Tunnel rutscht, dass man…?
[00:24:18] Anna Clauß Ich frag mich gerade, ob es quasi darum geht, dass man andere Geschichten hört oder ob der Trick auch der ist, dass man seine eigene Geschichte mitteilt. Weil oft denkt man ja, entweder das Problem hab nur ich und es erdrückt mich. Oder man denkt, ich darf dieses Problem, ich schluck es runter, ich vergesse es, ich verdränge es und ich habe gemerkt: Mir hilft es total, schon immer habe ich Tagebuch geschrieben, schon immer. Ich muss irgendwie die Gedanken, die ich habe, irgendwo niederschreiben. Deswegen bin ich auch Journalistin geworden. Das war quasi, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, wenn man so will. Aber selbst wenn man dieses Glück nicht hat, kann ich immer allen nur raten, Dinge aufzuschreiben, Gedanken aufzuschreiben und auch Geschichten aufzuschreiben, wenn es nicht für die Öffentlichkeit ist, dann für sich oder für Frauen und Freundinnen, am Stammtisch zumindest darüber zu reden. Das tut wahnsinnig gut.
[00:25:14] Silvia Feist Noch so eine Sache, wo Frauen ganz oft ein schlechtes Gewissen haben, ist, wenn sie ihre Bedürfnisse nicht ans Ende der To-do-Liste setzen. Warum findest du es richtig, dass du nicht immer nach Kind, Mann auf Platz drei sein musst?
[00:25:30] Anna Clauß Genau, das ist wieder dieses Dasein als Ego-Mutter. Dass es überhaupt dieses Wort gibt, weil es offenbar impliziert, Mutter steht an Nummer drei der Nahrungskette. Aber eine Ego-Mutter steht an Nummer eins. Das finde ich so wild, dass dieser Topos, ich opfere mich, vielen Frauen und auch mir selber irgendwie eingetrichtert wurde, das macht ja sonst keiner und es ist auch nicht schlimm, Opfer zu bringen. Aber warum? Warum? Meine Mutter hat schon immer gesagt, wenn sie – sie ist Sportlehrerin, Biolehrerin – es gab bei uns kein Nutella, immer nur Apfelschnitze, und manchmal gab es aber doch eine Tafel Schokolade und manchmal hat dann auch meine Mutter das letzte Stück nehmen wollen und dann hat sie immer gesagt: Also, ich opfere mich, weil sie ja sozusagen die Kalorien und… dann genommen hat. Sie hat es natürlich lustig vielleicht gemeint, aber dieser Satz „ich opfere mich“ ist mir doch irgendwie im Kopf geblieben und sie hat es oft nicht gesagt: Ich opfere mich. Aber sie hat mir das schon vorgelebt, dass wenn es spitz auf Knopf kommt, die Mutter einspringen muss und irgendwas retten muss oder sich selbst hinten anstellen muss und ich finde das muss eigentlich nicht sein. Wir können es alle ändern.
[00:26:56] Silvia Feist Was einen auch prägt, sind die Männerbilder und im Gespräch mit unserer Kollegin Kristina Appel, da hast du erzählt, dass Markus Söder, der ja selbst vier Kinder hat, sich damit gebrüstet haben soll, noch nie in seinem Leben einen Kinderwagen geschoben zu haben. Im Moment scheinen wir ja auch bei jungen Männern eine Retraditionalisierung zu erleben. Und was, glaubst du, könnte helfen, dass Männer das mit Stolz machen, statt sich stolz darüber zu zeigen, dass sie es nie getan haben?
[00:27:28] Anna Clauß Ich weiß, es hat nicht jeder das Glück, einen Partner an seiner Seite zu haben, der sich wirklich einbringen will, aber warum nicht mit Lob arbeiten? Also es wird sich oft drüber lustig gemacht, dass dann eben Väter den „Vater des Monats“-Award bekommen oder so und dann, ich weiß, dann tendiert man als Mutter mal zu sagen, ja, für einmal Kinderwagen Schieben oder fürs Kind zur Kita Bringen und so kriegst du jetzt gleich die Aufmerksamkeit und den Applaus. Aber so be it! Wenn das der Weg ist, Vätern die Arbeit als Familienvater spaßig zu machen, dann soll es so sein. Nur mit Druck wird das nicht funktionieren. Vielleicht muss man sie wirklich ködern und dann sagt man eben: Toll, dass du hier am Spielplatz bist, toll dass du dein Kind in die Kita bringst. Dieses Lob ist nicht umsonst verteilt.
[00:28:21] Silvia Feist Wenn du jetzt einen Wunsch äußern könntest, was braucht es für eine gleichberechtigte Zukunft?
[00:28:27] Anna Clauß Diese eine Stellschraube, die hätte man gerne. Die Vier-Tage-Woche habe ich schon gesagt, eine Ministerpräsidentin, eine Kanzlerin würde schon viel bringen und einfach eine Zeitmaschine, auf die ich drücken kann, um zu sagen: Morgen hat der Tag bitte 28 Stunden und nicht 24. Das würde schon viel helfen.
[00:28:53] Silvia Feist Ach, ich glaube, da wären wir alle dabei. Ihr habt die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Es gibt ein Mikro, wenn ihr Lust habt.
[00:29:02] Zuhörerin 1 Zum Schluss zu deinen Wünschen. Was hältst du denn von der Quote? Nachdem ich jahrelang komplett dagegen war, ich bin ja davon inzwischen überzeugt, dass es eine Frauenquote geben müsste.
[00:29:11] Anna Clauß Ich auch. Und mir ging es auch so bis zu dem Moment, wo ich eben ein Kind bekommen hatte, dass ich dachte, wir sind alle längst gleichberechtigt, Leistung setzt sich durch. Ich brauche als Frau doch auch keine Quote, weil es delegitimiert mich doch auf eine Art, das sagt ja, du schaffst es nicht mit eigener Leistung. Mittlerweile, mit Mitte 40, muss ich sagen, es gibt in so vielen Branchen dann doch eine gläserne Decke, und um die zu durchbrechen, braucht es fast in allen Ebenen – gestern habe ich mit Ärzten und Ärztinnen gesprochen. Und überall, wo man im Studium denkt, da gibt es sogar mehr Frauen als Männer, die ein bestimmtes Fach studieren. Wenn man nachher guckt, wer wird Professor in dem Fach oder wer wird Chefarzt in dem Fach, dann sind es doch wieder die Männer. Um dagegen anzuarbeiten, braucht man ganz klar Quoten. Und ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, es braucht eigentlich ein paritätisches Wahlrecht. Weil da fängt es schon an. Wir hatten jetzt eine Wahlrechtsreform vor zwei Jahren, also bei der letzten Bundestagswahl gab es ja, wurde ja schon nach neuem Wahlrecht gewählt. Es wurde da alles diskutiert über Quoten, Verhältnis, Wahlrecht. Die Wahlkreise wurden anders gruppiert. Aber worüber nicht gesprochen wurde: Kann man es nicht irgendwie schaffen, ein paritätisches Wahlrecht zu schaffen, sodass im Bundestag 50:50 Männer und Frauen sitzen? Nein, es war nicht möglich. Und das finde ich schade.
[00:30:39] Zuhörerin 2 Danke erstmal für den Austausch. In Social Media ist ja auch so ein bisschen dieser Trend von Mikrofeminismus auf verschiedenen Seiten. Zum Beispiel, dass Lehrerinnen immer zuerst den Vater anrufen, obwohl irgendwie die Mutternummer als erste steht. Gibt es da was, was du irgendwie dir bewusst im Job oder im Freundeskreis vorgenommen hast oder schon umsetzt?
[00:30:59] Anna Clauß Aber ich habe eine ganz minikurze Anekdote: Der Kinderarzt, bei dem mein Mann und ich gemeinsam waren zur Vorschuluntersuchung unseres Sohnes, der bat meinen Sohn, einen Relativsatz auszusprechen, um zu sehen, keine Ahnung, wie seine kognitiven Fähigkeiten sind. Und der Satz war „Der Kuchen, den die Mutter backt, der schmeckt mir gut“. Mein Sohn hat dann gesagt, bei uns backt Papa den Kuchen. Und dann dachte ich, ja, bitte lass ihn einschulen. Es hat dann auch geklappt mit der Einschulung, obwohl der Satz natürlich vollkommen falsch wiederholt war. Danke für das sehr nette Gespräch, Silvia.
[00:31:58] Kristina Appel Danke, dass du dabei warst. Wenn dir die Folge gefallen hat, schenk uns ein Like und empfehle uns weiter. Oder noch besser, abonniere gleich den Podcast. Und wenn du mehr über Her Career erfahren möchtest, besuche uns im Web unter her-career.com und abonnier den Newsletter unter her-career.com/newsletter. So bleibst du informiert über neue Beiträge, Termine der HerCareer Academy, aktuelle Podcast-Episoden und Programm-Highlights der kommenden HerCareer Expo in München. Wir freuen uns sehr, wenn du Teil unserer Community wirst.
Über die Person
Anna Clauß ist seit September 2021 Leiterin des Ressorts Meinung und Debatte beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Am liebsten schreibt sie über Markus Söders Weltraummissionen und familienpolitische Themen. Clauß hat in Passau Kulturwirtschaft studiert, in München die Deutsche Journalistenschule besucht und vor dem SPIEGEL für die »Süddeutsche Zeitung« und den Bayerischen Rundfunk gearbeitet. Sie ist Autorin der Sachbücher »Söder – Die andere Biographie« und »Mein Mann ist die bessere Mutter«, das aus ihrer Elternkolumne bei spiegel.de entstanden ist.
Moderation
Silvia Feist ist Senior Editor beim Magazin emotion, wo sie u.a. den emotion Award redaktionell begleitet und jedes Jahr aufs Neue beeindruckt ist, was Frauen in Bewegung bringen. Als überzeugte Netzwerkerin hat sie ProQuote Medien mitgegründet wie schon zuvor in ihrer Zeit in New York das Korrespondent*innen-Netzwerk Weltreporter.net. Bei emotion hat sie die feministische Positionierung mit vorangetrieben und kuratiert die Literatur-Seiten des Magazins.
Quelle der Erstveröffentlichung: www.her-CAREER.com
Bild: DragonImages / istockphoto.com