Persönliche Entwicklung, Karriere, Finanzen | 06.12.2021

Sorge dich nicht, gebe! Mit Geld die Welt besser machen

Von Philip J. Müller

Freiheit bedeutet Verantwortung 

Mit viel Geld kann man viel Gutes tun. Das ist meine Ausgangsthese, mit der ich dazu beitragen will, die Welt besser und gerechter zu machen. Man kann Geld auch für das Gegenteil einsetzen, und eben das verbinden viele mit Geld. Ich jedoch nicht, und ich möchte auch dich zu meinem Verständnis von Geld motivieren. Wenn du mehr Geld generierst, hast du automatisch auch mehr Möglichkeiten, aus deiner finanziellen Stärke heraus etwas Gutes zu tun. Für andere Menschen, wenn du soziale Verantwortung übernimmst. Für die Umwelt, wenn du ökologische Verantwortung übernimmst. Natürlich auch für Tiere, also ganz allgemein für die Welt, in der wir leben. Wie und wofür du dich engagierst und dich verantwortlich fühlst, bleibt dir überlassen. Du kannst zum Beispiel einen Teil deines Geldes spenden, für Menschen oder Projekte, die es wirklich nötig haben. Kurz gesagt: 

Du kannst mit Geld die Welt verbessern. 

Stell dir einmal Folgendes vor: Du hast ein System für deine Finanzen entwickelt und möchtest ab sofort einen Teil deines monatlichen Einkommens spenden, um Gutes zu tun. Am besten machen wir dazu gleich ein Zahlenbeispiel: Du verdienst ein monatliches Nettoeinkommen von 2000 Euro und möchtest in Zukunft 5 Prozent davon für gemeinnützige Zwecke spenden. Es ergibt sich also ein soziales Engagement von 100 Euro, die du jeden Monat an bedürftige Menschen oder für ein anderes Projekt deiner Wahl geben kannst. Jetzt beginnst du, deine Persönlichkeit weiterzuentwickeln und verschiedene zusätzliche Dinge zu lernen. Vielleicht lernst du einen Mentor kennen, der dir auf deinem Weg hilft. In der Konsequenz daraus schaffst du es, dein Einkommen auf einen monatlichen Betrag von 4000 Euro zu erhöhen. Nun kommen wieder die 5 Prozent von oben ins Spiel und siehe da: Dein sozialer Beitrag hat sich auf 200 Euro verdoppelt. Eventuell denkst du nun darüber nach, deinen Prozentsatz für das Spenden zu erhöhen, denn dein Einkommen hat sich immerhin verdoppelt und du musst ja nicht unbedingt doppelt so viel ausgeben. Vielleicht spendest du für ein Hospiz, so wie ich es seit vielen Jahren neben vielen anderen Engagements tue. Mit dem festen Prozentsatz fürs Spenden macht das Spenden aus meiner Erfahrung viel mehr Freude, weil das Geld ja bereits auf einem Konto bereitliegt und nur noch darauf wartet, gespendet zu werden. 

Sorge dich nicht, gebe! Mit Geld die Welt besser machen

Dieses Beispiel aus dem finanziellen Bereich können wir in zahlreiche andere Lebensbereiche übertragen. Nicht nur im Zusammenhang mit Geld hilft unsere eigene Stärke, andere Menschen besser zu unterstützen. Deshalb ist es nicht nur für das eigene Leben wertvoll, erfolgreich zu sein. Aus der Stärke heraus kann man sich auch auf andere Weise stärker sozial oder auch ökologisch engagieren. Du kannst auch mehr Zeit mit deiner Familie verbringen. Du kannst anderen mit deinem Know-how helfen oder Vorbild sein mit dem, was du tust. Vielleicht unterstützt du dein eigenes Umfeld auch durch dein großes Netzwerk, das du als erfolgreiche Persönlichkeit besitzt. So können wir schließen: Erfolg kann für andere wertvoll sein, auf der Ebene von Geld oder auf anderen Ebenen des Erfolgs. Wir können unser Geld, unseren Erfolg zum Wohle anderer einsetzen. Was für ein schöner, motivierender Gedanke! 


Dieser Gedanke kann aber auch eine Belastung sein. Denn mit dem Gedanken, seinen Erfolg zum Wohle aller einzusetzen, entsteht für manche Menschen ein Druck. Sie wollen nicht teilen, sie sind nicht freigiebig, sondern die Motivation zum Erfolg und zum Geldverdienen ist eine egoistische. Viele Menschen wollen eben mehr und noch mehr Geld für sich anhäufen, ohne dass sie genau wissen, wofür eigentlich. Dann liegt das Geld auf dem Konto oder in einem Investment fest und kommt niemandem zugute. Die Energie fließt nicht mehr und der Sinn des Geldverdienens ist verfehlt. Dann wird viel Geld zur Belastung, erzeugt Neid und Missgunst, erfüllt nicht und trägt auch nicht zum Verwirklichen der eigenen Mission bei. Diese Entwicklung wiederum kann ein Grund sein, warum Menschen es sogar ablehnen, über viel Geld zu verfügen, oder es schnell wieder ausgeben, wenn sie mal zu viel Geld gekommen sind.
 

Freiheit bedeutet Verantwortung. Wenn wir finanziell frei sind, sollten wir die Verantwortung annehmen, die daraus erwächst. Deshalb möchte ich dich ermutigen, dich mit dem Thema Verantwortung auseinanderzusetzen, wenn du langfristig finanziell frei sein und bleiben willst und wenn du Geld nutzen willst, um es außer für dein persönliches Wohlergehen auch für das Wohlergehen der Welt einzusetzen: 

Was willst du Gutes tun mit deinem Geld? 

Sorge dich nicht, gebe! Mit Geld die Welt besser machen

Diese Frage ist nun nicht so leicht zu beantworten, wie es auf den ersten Blick vielleicht wirkt. »Dann spende ich halt was«, sagt jemand, und da wird es schon gleich schwierig: Wofür soll ich spenden? Wie viel? Soll ich es verteilen oder suche ich mir eine Organisation, die das übernimmt? Im Ausland oder hier in Deutschland, wo es doch den Leuten vergleichsweise nicht so schlecht geht? Was kann ich tun, wenn ich eigentlich kein Geld übrig habe? Lege ich dann das Buch jetzt zur Seite? Zur letzten Frage: Nein, bitte nicht. Es gibt auch andere Möglichkeiten als Geldspenden. Ich habe drei Spendenformen für dich, die ich im Folgenden vorstelle. So hast du eine Auswahl und niemand kann sich mehr mit »Ich habe kein Geld, ich kann nicht spenden« herausreden.  

Etwas abgeben geht immer 

Spenden bedeutet helfen, und es muss nicht immer in Form von Geld sein. Was dabei sicher deutlich wird: Etwas abgeben geht immer. Und sei es nur eine Stunde pro Monat in Form einer Zeitspende oder zehn Euro für die Kindernothilfe. 

  1. Geld spenden: Ein Teil deines Einkommens – ein Richtwert sind 10 Prozent – kann sich auf einem eigenen Konto für Spendenzwecke ansammeln: im Spenden-Topf. Diese Art, die nächste Spende vorzubereiten, empfinde ich als sehr angenehm, denn man hat nie das Gefühl, die Spendensumme von seinem Geld abzuzwacken. Stattdessen greift man einfach auf das Geld zurück, das im Spenden-Topf bereits wartet. So macht Spenden mir noch mehr Freude und viele andere berichten von ähnlichen Erfahrungen.
  2. Zeit spenden: Diese zweite Möglichkeit ist eine gute Alternative, wenn Geldspenden sich nicht richtig anfühlen oder auch, wenn dafür nicht genug Geld vorhanden ist. Ich finde es wichtig, diese Form des Spendens auch so bezeichnen: Zeit einzusetzen ist eine Spende. Man gibt Zeit. Ich betone das, denn es gibt viele Menschen, die ihren Zeiteinsatz nicht als Spende sehen, sondern als etwas weniger Wertvolles. Ich denke da zum Beispiel an die ehrenamtliche Arbeit, die viele Menschen leisten. Das sind Spenden. Lesepaten gehen in Schulen und lesen den Kindern vor. Freiwillige telefonieren bei der Telefonseelsorge und helfen verzweifelten, suizidgefährdeten, tieftraurigen oder verbitterten Menschen durch Gespräche. Andere begleiten Menschen beim Sterben, die niemand anderen mehr haben, der ihnen beisteht, wenn sie gehen. Die Liste der Möglichkeiten ist lang und ich möchte dich ermutigen, dir auch jenseits des klassischen Geldspendens zu überlegen, welche Form für dich passen könnte, um etwas Sinnvolles beizutragen und zu geben.
  3. Know-how spenden: Die dritte Spendenform ist das Spenden von Know-how. Ein Handwerker kann seinem Nachbarn zeigen, wie man Unterputzleitungen legt und eine Wand verputzt. Ein IT-Spezialist kann der Familie von nebenan beibringen, wie man ein WLAN-Netzwerk einrichtet. Das ist ein wichtiger Ansatz auch in der Entwicklungsarbeit: Es geht immer weniger darum, Geld auf direktem Wege zu spenden, sondern darum, viel mehr in die Vermittlung von Know-how zu investieren: Zeig den Dorfbewohnern, wie man Brunnen baut, dann brauchen sie kein Geld für Wasserflaschen. Ich wiederum vermittle Know-how zum Thema Geld. Die Idee, Bildung zum Thema Geld in die Schulen zu bringen, entwickeln wir zurzeit weiter: Bereits Schüler, Jugendliche, junge Erwachsene sollen lernen, wie man durchein gutes Geldverhalten und die dazugehörige Entwicklung der Persönlichkeit besser als bisher mit Geld umgehen und dadurch finanziell unabhängiger werden kann. 

Noch ein Tipp zum Schluss: Spenden sollten idealerweise einen persönlichen Bezug haben. Dann wirst du mit großer Freude spenden und dabei das sichere Gefühl haben, dass deine Spende an der für dich richtigen und damit sinnvollen Stelle ankommt. Wenn du ein Motiv hast zu spenden, kommt deine Spende von Herzen. Wenn dich etwas im Herzen berührt hat und du daraus einen Spendenwunsch entwickelst: Genau das ist es, womit du die Welt besser machst. 

Über den Autor

Philipp J. Müller ist Finanzmentor sowie Inhaber und Geschäftsführer der europaweit größten Finanzakademie »PJM Investment Akademie GmbH«, dem einzigen staatlich anerkannten Bildungsinstitut dieser Branche. Der Unternehmer beschäftigt sich seit seiner Jugend leidenschaftlich mit dem Thema Geld, ist vielfacher Einkommens- und Vermögensmillionär aus eigener Kraft und spendet hohe Summen. Er hat Jura studiert, als Quereinsteiger bei einer Bank gearbeitet und sich dann selbstständig gemacht mit verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Anlage- und Investmentberatung, Versicherungen, Bau und Immobilienverwaltung. Er steht für ein hohes Wertebewusstsein, persönliche Reife und soziale Verantwortung im Zusammenhang mit Geld. Seine Mission: Er will möglichst vielen Menschen ein neues Geldwissen vermitteln, um sie aus dem finanziellen Hamsterrad zu befreien und zu Wohlstand zu führen – jenseits von oberflächlichem Reichtum mit selbstbezogenem Konsum. In seiner Akademie lehrt er die dafür notwendige Persönlichkeitsentwicklung und ein ausgereiftes System, wie man seine Finanzen selbst in die Hand nehmen und ein regelmäßiges Einkommen an der Börse generieren kann. So hat er in den letzten fünf Jahren zahlreiche Menschen in die finanzielle Freiheit geführt, ihnen ermöglicht, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Mittlerweile hat er viele tausend Teilnehmer geschult und es gibt mehr als 60 Trainingsgruppen in zahlreichen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.