Wirtschaft, Gesellschaft | 30.09.2021

Die 7 Gebote selbstbestimmter Lebensführung

von Peter Holzer

Sie brauchen niemanden, um Ihrem Leben einen Sinn zu geben – nur sich selbst. Warten Sie also nicht, dass jemand kommt, um Ihre Probleme zu lösen. Denn es wird niemand kommen. Haben Sie lieber den Mut zur Lebensführung. Die folgenden Gebote werden Ihnen dabei helfen. 

 

  1. Gebot: Verlasse die Herde und verfolge deinen persönlichen Horizont! 

Willst du am Lebensende bereuen, dass dir der Mut gefehlt hat, dein eigenes, selbstbestimmtes Leben zu leben? Wahrscheinlich nicht. Also: Schließe dich nicht blind fremden Horizonten an, nur weil du nicht weißt, was du aus deinem Leben machen willst. Infiziere dich auch nicht mit dem »Gemocht-werden-wollen-Virus«, um es allen recht zu machen und niemandem zu nahe zu treten. Besser: Verlasse die Herde! Hör auf deine innere Stimme. Gestalte deinen eigenen Horizont: Wohin willst du? Welche positiven Spuren willst du im Leben anderer hinterlassen? Sei am besten nicht »normal« und renne nicht dem Zeitgeist hinterher. Gestalte ihn! 

 

  1. Gebot: Schiebe die Verantwortung nicht auf andere– übernimm sie selbst! 

Mach dich nicht zum Opfer, indem du dich den äußeren Umständen oder anderen Menschen auslieferst. Lass dich von anderen nicht für deren Zwecke ausnutzen. Habe den Mut zur Haltung: Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben! Triff Entscheidungen, die dich näher an deinen Horizont bringen. Und dann: Brich auf – und gestalte die Gegenwart! 

 

  1. Gebot: Streng dich an und scheue nicht den Schmerz!

Persönliche Erfüllung, finanzieller Wohlstand und Freiheit sind keine selbstverständlichen Geburtsrechte, sondern erfordern harte Arbeit! Gib dich nicht mit Mittelmaß zufrieden, sondern sei anspruchsvoll. Vor allem mit Blick auf dich selbst. Kämpfe für deine Herzensthemen wie ein Berserker. Leidenschaft. Herzblut. Schweiß. All das ist keine Schikane, sondern lässt dich am Ende mit Stolz auf dein Lebenswerk blicken. Also: Streng dich an! 

 

Die 7 Gebote selbstbestimmter Lebensführung

 

  1. Gebot: Probleme gehören zum Leben wie das Atmen– finde Lösungen! 

Veränderungen führen zu Problemen. Und 99,9 Prozent davon löst du, ohne dass du überhaupt bemerkt hast, ein Problem zu haben. Du bist ein Weltmeister im Problemlösen. Also: Scheue nicht vorden 0,1 Prozent der großen Probleme zurück. Und formuliere auch nicht weichgespült, dass Probleme vor allem Chancen und Möglichkeiten bieten. Schau der Wahrheit ins Auge: Du bist geboren, um Lösungen zu finden. Und da die Lösungsfindung den meisten Menschen schwerfällt, hilf ihnen dabei. Stelle dazu sicher, dass Vernunft, Bildung und Disziplin zu deinen treuen Weggefährten zählen! 

 

  1. Gebot: Behalte deinen Glauben – vor allem, wenn es schwer wird!

Ob du als Anführer, Krieger oder Künstler dein Leben gestaltest – du wirst auf deinem Weg in Richtung Horizont in einem Tal der Tränen landen. Nicht ein Mal. Sondern immer wieder. Doch das darf dich nicht aufhalten. Im Gegenteil: Wenn deine Reise durchs Leben dunkel, anstrengend und schwer wird, schau auf deinen Horizont. Er gibt dir Kraft und Zuversicht, das Einzige zu tun, was im Tal der Tränen hilft: Gegenwart machen und weitergehen! Als moderner Nomade hast du Ausdauer und Beharrlichkeit in deinen Genen. Behalte deinen Glauben! 

 

  1. Gebot: Sei gut zu dir selbst!

Körper, Geist und Seele begleiten dich von Anfang bis zum Ende. Du kannst sie nicht austauschen. Also kümmere dich um sie. Bewege deinen Körper. Denke mit deinem Geist. Fühle mit deiner Seele. Und denke daran, dich auszuruhen. Selbstfürsorge ist ein guter Anfang. Selbstliebe die wahre Kraft. Mit ihr wirst du ein herzenskluger, inspirierender und hoffentlich über viele Jahre gesunder Weggefährte für andere Menschen sein. Sei also gut zu dir! 

 

  1. Gebot: Sei für die Menschen da, die dir wichtig sind!
    Die 7 Gebote selbstbestimmter Lebensführung

Auch wenn es mancher nicht hören will: Dir werden auf deinem Lebensweg Arschlöcher begegnen. Kleine wie große. Ignoriere sie. Schmeiß sie aus deinem Leben. Du musst nicht für alle Menschen da sein. Wünsch dir für die Masse einfach eine friedliche Koexistenz nach dem Motto: leben und leben lassen. Kümmere dich lieber um die Mitglieder deines Clans. Fordere nicht nur, dass sie für dich da sein sollen. Sondern frage dich vor allem: Was wollt ihr gemeinsam gestalten? Wie kannst du ihnen helfen? Lege besonderen Fokus auf die Menschen, die dich für das lieben, was du bist. Nicht für das, was du hast oder machst. Sei echt, hilfsbereit und warmherzig. Zeige Gefühle. Versprich wenig, aber halte es! 

Über den Autor

Peter Holzer lebt als Berater und Vortragsredner mit seiner Familie in Köln. Nach seinem BWL-Studium in Oestrich-Winkel, Auckland (Neuseeland) und Chicago (USA) baute er als Geschäftsführer einen Mittelstandsfond auf. Doch ein plötzlich auftauchender Schilddrüsentumor bedrohte sein Leben und seine Stimme. Diese Erfahrung war ein Wendepunkt in seinem Leben: Nach seiner Genesung verließ er die Finanzbranche, um einen beruflichen Neustart zu wagen. Seit 2009 berät er Unternehmer und Führungskräfte in den Themen Führung und Kommunikation. Denn aus seiner Sicht mangelt es der Welt nicht an Ideen, sondern an Mut und Entschlossenheit, diese auch umzusetzen. Mit der gleichen direkten und zupackenden Art, mit der er seine Klienten aus den Unternehmen unterstützt, will er seinen Lesern helfen bei dem, was er als sein Herzensanliegen bezeichnet: seiner inneren Stimme zu folgen und diese nach außen hörbar und wirksam zu machen. Peter Holzer erhebt seine Stimme zugunsten eines aufrechten, ehrlichen und selbstbestimmten Lebensweges, der jedem offensteht – zum Wohle des Einzelnen genauso wie zum Wohle der Gesellschaft.